Die Macht ist mit dir. Immer.

Die Macht der Entscheidung

Die Ereignisse von Paris 11/13 betrachte ich aus zwei Blickwinkeln. Der eine ist der des fokus-orientierten Menschen und Coaches.

Und der ist ganz klar: Du hast die Wahl.

“Die Wahl zu haben” beschreibt Veit Lindau in seinem brillanten Vortrag „The Game of Happiness“ als eine der beiden Königsdisziplinen zum Glücklich-Sein.

Ich halte das Konzept sogar für noch mächtiger.

„Die Wahl zu haben“ ist Bestandteil deiner inhärenten Erfolgskompetenz. Du kannst sie jederzeit nutzen. Und du tust es auch.

Du kannst nämlich gar nicht anders. Selbst, wenn du dich entscheidest, keine Entscheidung zu treffen, triffst du damit ja immer auch eine Wahl.

Daher macht es möglicherweise Sinn, deine Wahl bewusst zu treffen. Hierdurch wirst du zum aktiven Mitspieler in deinem ganz persönlichen Spiel des Lebens.

Dein emotionales Leitsystem ist dabei von unschätzbarem Wert und dient dir dazu, die für dich richtige Wahl zu treffen.

Wenn du zum Beispiel auf die Geschehnisse in Paris blickst, und du dabei Hass, Wut, Angst, Trauer, Ohnmacht oder Ärger empfindest, stelle zunächst fest, ob diese Emotionen sich für dich gut anfühlen, oder nicht.

Wenn du dich gut dabei fühlst, brauchst du nichts ändern. Behalte weiterhin deine Perspektive und deinen Fokus und du wirst auch in Zukunft guten Erfolg in deinem ganz persönlichen Sinne manifestieren.

Sofern du feststellst, dass du bei der Betrachtung einer Sache Emotionen verspürst, die sich für dich nicht gut anfühlen, ist das ebenfalls eine wertvolle Information für dich.

Du merkst hier schnell, dass deine aktuelle Betrachtungsweise nicht mit dem übereinstimmt, wer oder was du wirklich bist.

Dabei ist es übrigens völlig unerheblich, wie du oder andere das jeweilige Gefühl bezeichnen. Angst kann zum Beispiel für unterschiedliche Menschen eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Entscheidend ist lediglich, ob die fraglichen Emotionen sich für dich tendenziell gut oder nicht gut anfühlen.

Wenn du kein gutes Gefühl hast, ist es sehr einfach, deinen Fokus und damit deine Emotionen zu verändern.

Drehe dich dazu gedanklich einfach um 180° und wende somit dem „negativen Ereignis” den Rücken zu.

Der Fokus bestimmt die Realität

Welche Bilder siehst du, wenn du in die entgegengesetzte Richtung blickst? Welche Emotionen erzeugt dieser neue Fokus in dir?

Sobald du für dich angenehme Emotionen fühlst, weisst du, dass du wieder mehr ausgerichtet bist in die Richtung der Person, die du wirklich bist.

Vielleicht möchtest du diese Emotionen Liebe, Licht, Vertrauen, Zuversicht, Frieden oder ähnlich nennen.

Auch hier spielt die Bezeichnung keine entscheidende Rolle. Wichtig ist nur, dass du dein emotionales Leitsystem als Navigator nutzt.

Von diesem neuen Standpunkt aus legst du dann wieder los mit deiner Manifestation.

(„Was ist der erste kleine Schritt, den ich heute gehen kann…?“)

Perfekt umgesetzt hat dieses Konzept Antoine Leiris. Seine Frau starb in Paris im Kugelhagel der Attentäter.

Antoine hat in einem Brief an die Terroristen exakt beschrieben, was seine Wahl ist.

Et kütt wie et kütt?

Meine zweite Perspektive ist die des Instructors für taktische Selbstverteidigung. Und die ist eher eine allgemeine zum Umgang mit Gewalt. Ich füge deshalb einen Kommentar ein, den ich kürzlich zu einem anderen Fall abgegeben habe.

Es ging dabei um eine junge Frau, die von einem Einbrecher vergewaltigt wurde, nachdem sie ihn beim Durchsuchen ihrer Wohnung überrascht und angesprochen hatte:


Die Polizei rät: “Spielen Sie nicht den Helden. Wenn jemand nur Ihr Bargeld will, leisten Sie keinen Widerstand und geben Sie es ihm.”

Richtig ist: Weder die Polizei, noch du selbst kann(st) in den Kopf irgendeines Täters hineinschauen.

Du weisst niemals, ob du einen Nur-Täter oder einen Alles-ist-möglich-Täter vor dir hast.

Solange wir anstatt einer Selbstverteidigungs-Kultur eine Unfassbar-Pech-gehabt-da-kann-man-halt-nichts-machen-ausser-hinterher-die-Polizei-anrufen-Kultur haben, werden wir weiter vornehmlich von Opfern lesen.

Du hast es in der Hand, es zu ändern. Die Grundlagen der persönlichen Selbstverteidigung (Nicht Kampfsport oder Kampfkunst) kannst du genauso schnell lernen, wie zum Beispiel das Autofahren.

Und wie immer beginnt alles im Kopf. Du brauchst den Helden gar nicht spielen. Du bist nämlich schon der Held.

In dem Moment, in dem du entscheidest, welche Werte dir in deinem Leben tatsächlich wichtig genug sind, dass du sie konsequent verteidigen willst.

Lasse dich dabei von der einzig wirklich wichtigen Instanz in deinem Leben beraten.


Ich plädiere also eindeutig für die Wiederentdeckung deine Selbstverteidigungskompetenz. Sie ist ebenfalls eine Unterkompetenz deiner inhärenten Erfolgskompetenz. Du kannst es also schon.

Selbstverteidigung hat dabei kaum etwas mit bunten Kampfsportgürteln zu tun. Es startet mit so zentralen Fragen wie

  • Will ich mein Selbst gegen unrechtmässige Angriffe von aussen verteidigen?
  • Ist mir mein Leben genug wert, um es mit aller Konsequenz zu verteidigen?
  • Wie weit bin ich bereit zu gehen, um mein Leben und das Leben meiner Familie zu schützen?

Auch hier geht es also schlicht und einfach darum, deine Wahl zu treffen. Selbstverständlich kannst du auch das Kölner Modell wählen: “Et kütt wie et kütt.”

Du überlässt dabei den Verlauf der Dinge vollständig dem Täter, dem Staat, dem lieben Gott oder einer sonstigen externen Institution.

So lange du dich gut dabei fühlst, ist das die richtige Wahl und der richtige Weg für dich.

Es bleibt jedoch dabei: Du hast die Wahl. Und damit die Macht.

Leave a Reply